„Wahrscheinlich Konrad von Tillendorf, ein jüngerer und für seine Jahre dicklicher Mann, damals wohnhaft auf der Kyburg, vielleicht auch ein anderer, der Gessler hiess und in gleichen Diensten stand, jedenfalls aber ein Ritter ohne Sinn für Landschaft ritt an einem sommerlichen Tag des Jahres 1291 durch die Gegend, die heute als Urschweiz bezeichnet wird. Wahrscheinlich herrschte Föhn; das Gebirge, das der dickliche Ritter vor sich sah schien näher als nötig.“
So beschreibt Max Frisch sein Wilhelm Tell für die Schule.
Dieses Büchlein sollte Grundlage für unser Musical sein. Die SchülerInnen übertrugen die Handlung in unsere Zeit und es entstand „ Megastar Wilhelm Tell".
Eine durchaus gute Journalisten einer Züricher Zeitung, Frau Gessler steht wegen Erfolglosigkeit kurz vor dem Rauswurf und sucht ihre letzte Chance für eine Titelgeschichte in einem Gerücht. Die Sängerin Willy Tell des Songs „Megastar Willy Tell“ soll in Uri wohnhaft sein. Kurz und gut, sie geht dem Gerücht nach und wird in Altdorf nicht gerade freundlich empfangen, was sie in Gedanken oft an die Aussprüche des Ritters im Büchlein von Max Frisch erinnert. Mit Beharrlichkeit sucht sie der angeblichen Willy Tell auf die Spur zu kommen und erfährt auf Umwegen, dass die Urner ihren Megastar Willy Tell nur künstlich erschaffen haben. Natürlich gibt es grosse Fans und Verehrerinnen. Besonders eine Dame tut sich hervor, welche Frau Gessler in ihrer Not um zu einer Titelgeschichte zu kommen, einspannt . Sie organisiert die Show „Lets go“, wo sich der Fan als angeblicher Willy Tell gewaltig blamiert. So endet auch schon die Geschichte mit dem Ausspruch der Journalistin, „du Sauhund“, welcher auch gerade ihre letzten Worte sind.